Kinderfestschätzle 2026

Für Amelie Hensinger und Annika Baur erfüllt sich ein Traum. Mit einer Mischung aus Vorfreude und Stolz fiebern sie ihren Auftritten beim Kinder- und Heimatfest 2026 entgegen.

Annika Baur (links) und Amelie Hensinger freuen sich auf ihre Einsätze als Kinderfestschätzle (rechts). Foto: B. Reuter-Manz.
„Das Kinderfestlied singt Amelie Hensinger aus dem Eff-Eff. Alle vier Strophen, versteht sich. Seit einer langen Urlaubs-Heimreise beherrscht eigentlich die ganze Familie die Reime auswendig, die der Laupheimer Stadtrat Wilhelm Preßmar 1927 auf die Melodie von Franz Laub textete. „Wir saßen im Auto und haben stundenlang gesungen“, erinnert sich Elke Hensinger. Damals war Amelie drei Jahre alt. Heute, sieben Jahre später, erfüllt sich für die Realschülerin ein großer Traum. Das Mädchen aus Obersulmetingen ist das neue Kinderfestschätzle 2026. Fünf bedeutende Heimatfest-Termine wird die Zehnjährige zusammen mit ihrer Gesangspartnerin Annika Baur aus Laupheim bestreiten. Die Gymnasiastin freut sich darauf, das alles noch ein zweites Mal erleben zu dürfen, denn: „Es macht einfach riesigen Spaß!“ Nach zwei Jahren ist dann Schluss. So will es das Reglement.“Die Mädchen kennen sich vom Musikschul-Chor, wo beide für das temporäre Ehrenamt ausgewählt wurden. Schwierigkeiten bei der gemeinsamen gesanglichen Performance sind also nicht zu erwarten. Am aufgeregtesten sei sie beim allerersten Auftritt vor der Schranne gewesen, erzählt Annika rückblickend. Am allerbesten gefallen haben ihr die Umzugsfahrten in der eigenen, mit Ponys bespannten Kutsche, sowie die Auftritte im Kulturhaus. „Aber es ist wirklich jeder Termin super“, erzählt die Elfjährige ihrer Partnerin begeistert. Bei Amelie, die nicht nur singt, sondern auch gern reitet sowie Klavier und Flöte spielt, mischen sich derzeit Vorfreude und Stolz. Die große Aufregung werde bestimmt noch kommen, glaubt das Mädchen. „Es ist ja auch wirklich ein ganz besonderes Amt“, stimmt Mama Elke zu. Überhaupt brennen beide Familien für das Heimatfest und bringen sich deshalb gerne ein. Nach der letztjährigen Erfahrung mit einem Gewitterregen beim Paradekonzert vor der Schranne hat Miriam Baur gerade noch zwei Laupheim-Regenschirme besorgt. „Aber nur zur Sicherheit. Dieses Jahr bleibt’s trocken“, hofft sie lachend.

Mit den Vorbereitungen auf ihre Auftritte sind Amelie und Annika bis zum Fest noch ganz gut beschäftigt.

Auf die Mädchen wartet noch Vorbereitungsarbeit. Es gibt gemeinsame Proben mit der Stadtkapelle und außerdem ist das aktuelle Heimatfest-Gedicht aus der Feder von Joachim Knoll aus Untersulmetingen auswendig zu lernen. Die Verse sagen die beiden bei der Heimatstunde und vor der Ehrentribüne auf. Wenn Amelies Zeit als Kinderfestschätzle nächstes Jahr endet, will sie sich einem neuen Ziel zuwenden: Beim Umzug einmal auf einem Pferd mitreiten.

 


 
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